Prostitution in Russland

Natürlich gibt es sie noch immer, die Touristen, die in andere Länder, wie etwa Russland, fahren, um dort Geschlechtsverkehr mit den örtlichen Prostituierten zu haben und deren Blutdruck steigt, wenn sie nur an ihr Vorhaben denken. In Ländern wie Russland sind diese Dienstleistungen nun einmal günstiger zu haben – so makaber das auch klingt. Im Volksmund werden diese Urlauber, von denen wir sprechen häufig als “Sextouristen” bezeichnet.

Die Prostitution ist in Russland weitgehend erlaubt und wird im Höchstfall mit einer Geldstrafe bedroht. Allerdings werden alle Formen der Beihilfe zur Prostitution, wie etwa die Zuhälterei oder die Betreibung eines Bordells als Straftat angesehen und auch als solche bestraft. Was allerdings ein immer größeres Problem im Land wird, ist die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Ausländer. Man schätzt, dass circa 20.000 bis 30.000 Kinder (alleine im Raum Moskau) Opfer der Prostitution sind.

Hinzu kommt, dass dies alles sehr gut organisiert zu sein scheint, es handelt sich hier um die Kontrolle der Mafia, unter der die Kinder stehen. Daher können die Kinder alleine schwer aus diesem System ausbrechen. Betroffen sind vor allem Straßenkinder, die durch ihre Ausgangslage keine andere Wahl sehen, als sich in die Hände der Mafia zu begeben. Je älter die Kinder werden, desto mehr werden Drogen als Ausweg vor dem Leid in Betracht gezogen. Um dies zu finanzieren, muss allerdings weiter angeschafft werden, was für die Bildung eines Teufelskreises verantwortlich ist.

Leider werden die Frauen und Kinder aus Russland auch oft in andere Länder verschleppt, wo sie zur Prostitution gezwungen und sexuell ausgebeutet werden. Man schätzt, dass Menschenhändler etwa eine Million der Russen in das Ausland verschleppt haben, um durch deren sexuelle Ausbeutung Geld zu verdienen. Leider kann man ähnliche Entwicklungen auch bei der Produktion von Pornofilmen verzeichnen. Spiegel Online berichtete unter anderen, dass die Hemmschwelle, was dies angehe, immer weiter sinke und somit auch das Alter der beteiligten Kinder.

Natürlich gibt es auch immer noch Prostituierte, die ihrer Arbeit freiwillig nachgehen und die Freude an ihrem Beruf haben. Nach unseren Recherchen zur Folge ist es aber die Frage, wie viel Prozent aller Prostituierten dies wohl sein werden.

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